Unsere Heimat - Mein Wahlkreis

Unsere hohe Lebensqualität in Erlangen und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt hängt immer auch von passenden bundespolitischen Rahmenbedingungen ab.

Viele warten schon lange auf die Realisierung der Lärmschutzeinrichtungen an A3 und A73. Deshalb kämpfe ich weiter für den Aus- und Umbau der Autobahnen und Bundesstraßen in meinem Wahlkreis, ohne den Lärmschutz nicht umsetzbar ist. Mit dem 2016 beschlossenen, neuen Bundesverkehrswegeplan konnten wir wichtige Projekte für unsere Region fest in der Planung für die nächsten Jahre verankern

Ich werbe für einen weiteren Ausbau des Forschungsstandortes Erlangen, weil davon die Menschen in Stadt und Landkreis profitieren. Sei es durch Bildungschancen, Arbeitsplätze oder Aufträge für die heimische Wirtschaft.

Um zu erfahren, wo "der Schuh drückt", nehme ich regelmäßig an Veranstaltungen in den Gemeinden teil, führe Gespräche mit Institutionen und Vereinen, besuche Sozialeinrichtungen und Unternehmen. Wo Sie mich treffen können erfahren Sie in meinem Wahlkreisbüro.

Selbstverständlich habe ich auch im Rahmen von Bürgergesprächen ein offenes Ohr für die Probleme meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. Einen Termin können Sie in meinem Wahlkreisbüro unter der Telefonnummer 09131 / 610 3875 vereinbaren.

Der Bundeswahlkreis Erlangen besteht aus der Stadt Erlangen und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt mit insgesamt 25 kreisangehörigen Städten und Gemeinden.

Insgesamt vertrete ich rund 236.000 Menschen im Deutschen Bundestag.

Lebendige Kultur vor Ort

Zu Besuch bei Bücher Schmidt in Adelsdorf

Mehrere tausend Bücher, ein Schreibwarensortiment und eBook-Reader, das ist das Reich von Christian Schmidt.

Um mich über die Lage des stationären Buchhandels in Zeiten immer größerer Bedeutung des Internethandels näher zu informieren, traf ich mich mit dem Adelsdorfer Buchhändler in dessen Geschäft.

Dass man sich als Buchhändler heute mehr "tummeln" muss als früher, versteht sich von selbst, sagt mir der passionierte Buchhändler auf die Frage nach der heutigen Situation der Branche. Aber die Möglichkeiten dazu seien heute auch vielfältiger. Man müsse sie nur nutzen.

Deshalb bietet Schmidt über seine Website auch selbst eine Online-Bestellmöglichkeit für alle lieferbaren Bücher an – und ist dank eines ausgeklügelten und lange eingespielten Großhandelssystems damit in den allermeisten Fällen sogar schneller, als die großen, internationalen Mitbewerber. Heute bis Spätnachmittag bestellt, kann der Kunde sein Buch schon am Vormittag des Folgetages bei Schmidt abholen.

Ihren gut sortierten Buchhändler vor Ort schätzen die Kunden aber nicht nur dafür. In der Auslage stöbern zu können, die der Händler nach eigenen Qualitätskriterien und seiner Kenntnis des Kundengeschmacks immer wieder neu zusammenstellt ist ein Vorzug für sich. Am Ende bekomme ich dann auch tatsächlich eine Buchempfehlung, die ich im anonymen Netz selbst wahrscheinlich nie entdeckt hätte: Schmidt legt mir Killen McNeills Roman "Am Schattenufer" ans Herz. Eine Rückblende zum Nordirlandkonflikt der 1970er Jahre, geschrieben von einem in Franken lebenden Iren.

Nur um eines bittet der Buchhändler mich, bevor ich schon wieder zum nächsten Termin muss: Unter allen Umständen an der Buchpreisbindung festzuhalten. Der literarischen Vielfalt zu Liebe, die in Gefahr wäre, wenn die Verlage jedes Buchprojekt ausschließlich unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachten müssten. Denn ein Buch ist eben keine x-beliebige Handelsware.

Dies und Schmidts Empfehlung illustrieren treffend, was der stationäre Buchhandel auch ist, nämlich lebendige Kultur vor Ort.

Bundestag in Erlangen

Mit einer Wanderausstellung informiert der Deutsche Bundestag in den Wahlkreisen über seine Arbeit, die Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments und den Gang der Gesetzgebung.

Auf zwanzig Schautafeln werden wesentliche Informationen über den Deutschen Bundestag präsentiert. Das Angebot für die Besucherinnen und Besucher umfasst eine Vielzahl von Informationsmaterialien zur kostenlosen Mitnahme. Auf zwei Computerterminals können z.B. Filme und der Internetauftritt des Deutschen Bundestages angeschaut werden. Die Ausstellung wird von Mitarbeitern des Deutschen Bundestages betreut, die für Fragen rund um den Deutschen Bundestag zur Verfügung stehen.

Im Juli 2014 machte die Wanderausstellung des Deutschen Bundestages auf meine Einladung hin in den Erlangen Arcaden Station.

Kulturstandort ERH: Bubenreutheum

Auf Initiative des Erlanger Bundestagsabgeordneten, Forschungsstaatssekretär Stefan Müller besuchte am 10. August 2015 der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk, MdB die Ausstellung "Vision Bubenreutheum - Musik und Integration" in Bubenreuth und anschließend gemeinsam mit Bundesdrogenbeauftragter Marlene Mortler, MdB in ihrer Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter für das Nürnberger Land das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht.

Bubenreuth hat eine besondere, einzigartige Geschichte: 500 Einheimische waren nach dem Zweiten Weltkrieg dazu bereit, 2.000 Musikinstrumentenbauer aus Schönbach im Egerland in ihrer Gemeinde aufzunehmen und in ihr Gemeinwesen zu integrieren. Dazu entstand in kurzer Zeit ein eigener, neuer Ortsteil, die Geigenbauersiedlung.

Diese enorme Integrationsleistung bildete die Grundlage für eine weltweite Erfolgsgeschichte, den Aufstieg Bubenreuths von einem agrarisch geprägten Dorf zur europäischen Metropole des Saiteninstrumentenbaus. Bubenreuther Musikinstrumente kamen an ganz prominenter Stelle in allen Genres zum Einsatz - von der Klassik über den Jazz bis hin zum Schlager und der Popmusik.

Ziel in Bubenreuth: Museum für Musik und Integration

Die kleine Ausstellung "Vision Bubenreutheum - Musik und Integration" im Keller des Bubenreuther Rathauses soll, wenn es nach den ehrenamtlichen Verantwortlichen des Bubenreutheum e.V. geht, baldmöglichst die Keimzelle eines eigenständigen Museums werden, in dem die einzigartige Kombination aus internationaler Musikgeschichte und der besonderen Integrationsgeschichte der Gemeinde dargestellt werden soll.

Im Gespräch der Abgeordneten mit dem Vorsitzenden des Museumvereins Dr. Christian Hoyer und Bubenreuths Bürgermeister Norbert Stumpf entwickelten sich schnell Gedanken, wie das über Bubenreuth hinaus bedeutsame Museumsprojekt unterstützt werden könnte. Bereits nach der Sommerpause, so die Bundespolitiker, sollen Kontakte geknüpft und weitere Gespräche geführt werden.

Feucht: Zweite Heimat für den 'Vater der Raumfahrt'

Am genau entgegengesetzten, südöstlichen Rand des Großraums Nürnberg, in Feucht, fand gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Prof. Hermann Oberth mit seiner Familie eine zweite Heimat. Der Siebenbürger Sachse Oberth gilt gemeinsam mit dem Russen Konstantin Ziolkowski und dem Amerikaner Robert Goddard als "Vater der Raumfahrt". In den 1920er Jahren hatte er in zwei wegweisenden Arbeiten erstmals eine durchgerechnete theoretische Grundlage für die Raumfahrt mithilfe von Flüssigkeitsraketen vorgelegt.

Bereits seit 1971 existiert in Feucht das nach Oberth benannte kleine Museum. Seit 2012 hat der Trägerverein des Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museums das Haus grundlegend umgestaltet und inhaltlich völlig neu strukturiert, um das begrenzte verfügbare Raumangebot bestmöglich zu nutzen. Anhand einzigartiger Exponate zeigt man heute - ausgehend von den bahnbrechenden Leistungen Oberths - die Entwicklungsgeschichte der Raumfahrt. Schwerpunkt dabei ist die frühe Raumfahrtgeschichte, die auch den Sammlungsschwerpunkt bildet.

Neben der Museumsarbeit verfügen Museumsdirektor Karlheinz Rohrwild und sein Team über einen umfangreichen Archiv- und Literaturbestand, der laufend durch Erwerbungen ergänzt und im Rahmen eigener Forschungen bearbeitet wird. Zu diesem Archiv gehört vor allem auch der wissenschaftliche Nachlass des Raumfahrtpioniers, der sich seit 1988 im Eigentum des Marktes Feucht befindet.

Dieser Nachlass ist bislang nur teilweise erschlossen, aber derzeit aus Mangel an passenden Räumlichkeiten eingelagert und deshalb nur sehr eingeschränkt zugänglich.

Wie diese Archivbestände von Weltrang in Zukunft angemessen untergebracht und für Forschungszwecke erschlossen werden könnten, stand im Mittelpunkt der Gespräche der drei Abgeordneten mit Bürgermeister Konrad Rupprecht und dem Museumsteam in Feucht.

Mortler, Koschyk und Müller wollen die weitere Entwicklung von Zukunftsperspektiven für die beiden Einrichtungen künftig aktiv begleiten.

Stefan Müller im Gespräch

Herr Müller, warum engagieren Sie sich in der Politik?

Mein politisches Engagement begann als Folge der Wiedervereinigung. Die mutigen Menschen, die 1989 die Wende in der DDR auslösten, haben mich sehr beeindruckt. Mir wurde damals klar, dass es nicht egal ist, wer regiert, und dass ‚unser‘ demokratischer Staat
eben auch ‚uns‘ alle angeht. Das überzeugt und motiviert mich bis heute.

Was ist für Sie die wichtigste bundespolitische Aufgabe unserer Zeit?

Das ist ganz ohne Frage die Sicherung und Stabilisierung des EURO. Wir haben angesichts der Schuldenkrise einiger europäischer Partner mit Augenmaß einen Weg eingeschlagen, der den betroffenen Ländern eine Perspektive gibt, ohne die helfenden Länder zu überfordern. Das ist ein schwieriger und langwieriger, aber erfolgreicher Weg.
Klar war für mich immer: Solidarität gibt es nur gegen Solidität.

Was finanzpolitische Solidität bedeutet, machen wir in Bayern vor: Keine neuen Schulden, alte Schulden konsequent zurückzahlen, aber gleichzeitig mit Investitionen in Bildung,
Forschung und Infrastruktur dafür sorgen, dass wir im globalen Maßstab wettbewerbsfähig bleiben.

Was ist Ihnen für Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt wichtig?

Unsere Politik muss die Grundlage schaffen, dass Wohlstand, Lebensqualität und eine intakte Umwelt erhalten bleiben. Bei uns in der Region heißt das konkret: Unterstützung von Universität, Forschungseinrichtungen und Unternehmen für noch mehr Innovationen.
Wirtschaftsförderung, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben oder neu entstehen. Eine gute Infrastruktur bei Straßen und der Digitalisierung.
Ich möchte, dass es den Menschen in unserer Region auch morgen gut geht. Das klingt nach hohem Zeitaufwand. Bleibt ihnen bei alledem noch Freizeit und Freiraum für die Familie?
Ja, sicher. Man muss sich nur gut organisieren.

Wahlkreisbüro Erlangen

Karin Lösel
Oliver E. Reitinger

Michael Zuber

Ludwig-Erhard-Haus
Ludwig-Erhard-Straße 9a
91052 Erlangen
Telefon: 09131 - 610 3876
Fax: 09131 -20 66 56

Im Brennpunkt der Notfälle

Ob es in Vestenbergsgreuth brennt, in Erlangen ein Unfall passiert, die Katze in Eckental nicht mehr vom Baum will oder der Keller in Bubenreuth unter Wasser steht: Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Feuerwehren und Rettungsdienste verlassen. Damit deren Hilfe so schnell und effizient wie möglich dort ankommt, wo sie gerade gebraucht wird, gibt es seit 2010 die Integrierte Leitstelle in Nürnberg. Seitdem werden von dort auch alle Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze in Erlangen und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt koordiniert. Über die Einrichtung am Nürnberger Hafen und die Erfahrungen der ersten Jahre informierten sich jetzt aus erster Hand Staatssekretär Stefan Müller in seiner Eigenschaft als Wahlkreisabgeordneter für Erlangen und Erlangen-Höchstadt im Deutschen Bundestag und sein Herzogenauracher Landtagskollege Walter Nussel.


731 Alarmierungen aus dem Landkreis und 1.551 aus der Stadt Erlangen verzeichnete die Leitstelle 2012, erfahren die Abgeordneten von deren stellvertretendem Leiter Thomas Löhr. Dazu kamen 8.637 aus Nürnberg und Fürth, sowie aus den angrenzenden Landkreisen Nürnberger Land und Fürth.


Wie genau auf einen konkreten Notruf reagiert wird, ist exakt festgelegt. In einem Alarmierungsplan, der in enger Abstimmung der Wehren und Dienste vor Ort entwickelt und von den Kreisverwaltungsbehörden in den Landratsämtern und Rathäusern aufgestellt wurde, ist festgehalten, welche Feuerwehr in welchen Fällen mit welchem Gerät ausrücken muss. Die Leitstelle arbeitet streng nach dieser Vorgabe, so Löhr.


Dass es dennoch immer wieder einmal Kritik gibt, die dann auch an Abgeordnete wie Müller und Nussel herangetragen wird, hält er für unvermeidlich. Insbesondere dann, wenn viele Notfälle gleichzeitig in der Leitstelle auflaufen. Um solcher Kritik fundiert begegnen zu können, bereiten Löhr und seine Kollegen derzeit eine Zertifizierung ihres Qualitätsmanagements vor. Unabhängig davon sind Informationsbesuche, wie der der beiden Abgeordneten, vor allem aber auch der laufende Austausch mit den Kollegen vor Ort und den zuständigen Behörden der Städte und Landkreise wichtig für eine ständige Verbesserung ihrer Arbeit, die sie als Dienstleistung für die hilfesuchenden Bürger einerseits und die Feuerwehren und Rettungsdienste andererseits verstehen.


Mindestens sieben und bis zu dreizehn Beamte der Berufsfeuerwehr Nürnberg arbeiten dort in der Regel gleichzeitig, im Extremfall kann die Zahl der Einsatzplätze sogar verdoppelt werden. Löhr und seine Kollegen koordinieren so 309 Feuerwehren mit mehrals 1.400 Einsatzfahrzeugen in einem Gebiet, das sich über 2000 km²erstreckt. Dazu kommen gut 140 Rettungsdienst- und Notarztfahrzeuge sowie Spezialkräfte, wie die 5 Ortsverbände des THW, die Bergwacht, Wasserwacht, DLRG und eine Rettungshundestaffel.


Mit rund 260.000 Rettungsdienst- und etwa 13.000 Feuerwehralarmierungen im Jahr ist die Nürnberger Leitstelle mittlerweile deutschlandweit die drittgrößte. Das bedeutet: Bis zu 2.300 Anrufe täglich. Diese für Müller und Nussel – letzterer immerhin selbst langjähriger Feuerwehrkommandant in Herzogenaurach-Burgstall - beeindruckende Zahl beinhaltet allerdings auch ein Problem, das jedoch schwierig abzustellen sein dürfte: Zirka 68.000 Falschanrufe in der Nürnberger Leitstelle kommen durch die unbeabsichtigte Auslösung der Notruffunktion von Mobiltelefonen zustande. Eine Zahl, die nach Ansicht der Abgeordneten durch etwas mehr Achtsamkeit der Handybenutzer reduziert werden könnte – und sollte.

Fragen kostet nichts