MdB Müller fordert Korrekturen in der Hochschulpolitik
Berlin/Erlangen - 30.11.2009 – Korrekturen in der Hochschulpolitik hat der Erlanger Wahlkreisabgeordnete im Deutschen Bundestag, Stefan Müller (CSU) gefordert. Die aktuelle Kritik der protestierenden Studenten sei, so Müller „teilweise berechtigt“. Die Form der Proteste bezeichnete der Abgeordnete als „stellenweise unangemessen“.
Zwar sei der Bologna-Prozess grundsätzlich richtig, man müsse aber erkennen, dass es bei dessen Umsetzung an manchen Stellen kranke. Müller nannte vor allem die vielfach unangemessene Stofffülle, die zu einer starken Verschulung des Studiums führe, die gestiegene Prüfungsbelastung und die bislang nicht erreichte, durch den Prozess aber beabsichtigte höhere Auslandsmobilität der Studierenden als Ansatzpunkte für Korrekturen.
Müller kritisierte aber auch die Wirtschaft, die es bisher versäumt habe Bachelor-Absolventen die nötigen beruflichen Perspektiven zu bieten. Ein Weg zurück zum Diplom sei nicht sinnvoll, zumal dann nicht, wenn er nur eingeschlagen würde, weil die Wirtschaft aus Gewohnheit auf die alten und bekannten Abschlüsse fixiert sei. Müller: „Hier ist genauso ein Umdenken gefragt, wie bei der Gestaltung so mancher Studien- und Prüfungsordnung.“














