Hightech, die Uni und der Mittelstand - MdB Müller zu Besuch beim Laserspezialisten ERLAS
Kategorie: AktuellesDas Unternehmen, das 1998 gegründet wurde, ist – so die Unternehmer in ihrer Präsentation – auf die Präzisionsbe- und -verarbeitung metallischer Werkstoffe mit dem Laserstrahl spezialisiert und zählt in der Branche heute zu den Weltmarktführern im Bereich Lastertechnologie und Laserschweißtechnik. Mit etwa 100 Mitarbeitern ist das hochtechnologisierte Unternehmen zudem einer der größten Arbeitgeber der Stadt Erlangen.
Eng verbunden ist ERLAS mit der Universität Erlangen-Nürnberg, wo die Idee zur Firmengründung ihre Anfänge nahm. Dort entstand bereits 1987 in Kooperation mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium ein Anwenderlabor Lasertechnik. Auf Initiative des ERLAS-Firmengründers Prof. Dr. Peter Hoffmann ging daraus 1992 die gemeinnützige Forschungsgesellschaft des Bayerischen Laserzentrums BLZ hervor und schließlich 6 Jahre später, die Erlanger Lastertechnik GmbH ERLAS. Das Unternehmen fördert auch heute noch Forschungsprojekte der Universität Erlangen-Nürnberg und Firmengründer Peter Hoffmann geht zusätzlich einer Lehrtätigkeit an der Universität nach. „ERLAS ist damit ein erfreuliches Beispiel für die enge Kooperation von Universität und Wirtschaft“, freute sich Müller.
Der Abgeordnete erkundigte sich bei seinem Rundgang unter anderem, inwiefern sich die Wirtschaftskrise auf die Auftragslage der Firma ausgewirkt hat und mit welchen Schwierigkeiten Unternehmen dieser Größenordnung heute generell zu kämpfen haben. ERLAS, das auch für die im letzten Jahr schwer angeschlagene Automobilzuliefererindustrie tätig ist, musste während der Krise zwar Auftragseinbrüche hinnehmen, konnte jedoch auf Entlassungen weitestgehend verzichten. Inzwischen hat sich die Lage wieder stabilisiert und das Unternehmen profitiert bei vollen Auftragsbüchern davon, seine Mitarbeiter auch über die Krise hinweg beschäftigt zu haben. Den Erfolg des mittelständischen Unternehmens führen die geschäftsführenden Brüder Martin und Peter Hoffmann auf die Innovationskraft ihrer Firma zurück. Tatsächlich gelang es ihnen mit der Automatisierung von Laserschweißprozessen eine Nische zu besetzen und sich erfolgreich in der Branche zu etablieren.
Die Firma ERLAS zählt heute zu den Spezialisten für Lasermaterialbehandlung und Laserschweißtechnik. Der Vorteil gegenüber konventionellen Schweißmethoden liegt dabei vor allem in der Schnelligkeit und der Präzision der Schweißprozesse. Durch die hohe Produktivität und Effizienz der Fertigungsprozesse sichert das Unternehmen wiederum die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden.
Größte Herausforderung ist für das mittelständische Unternehmen nach Angaben der Geschäftsführer der Zugang zum Weltmarkt. Erste Schritte in diese Richtung sind bereits getan. Seit 2006 unterhält die Firma ein Tochterunternehmen in Spanien. Darüber hinaus gibt es bereits Zulieferverträge mit Unternehmen in China, Brasilien, Südafrika und Kanada. Gegenwärtig bemüht man sich bei ERLAS zudem darum, auf dem asiatischen Markt Fuß zu fassen und dort einen aktiven Vertrieb herzustellen. Auch hier bestehen bereits erste Kontakte.
Müller machte im abschließenden Gespräch deutlich, dass es gerade mittelständische Unternehmen wie ERLAS seien, die neben Universität und Weltkonzernen das besondere Profil des Standortes Erlangen / Erlangen-Höchstadt ausmachten. Als Wahlkreisabgeordneter sei er „immer wieder begeistert“, welche Chancen aus der Hochschule heraus aufgegriffen und in Wertschöpfung umgesetzt werden.









